Die Programmierer überführen nur die Vorgaben von Projektleitung, Program Management und Architekten in Programme. Eigenständiges Denken ist da häufig selten gefragt.
An der Programmierung der Fahrzeugsoftware sind sehr viele Programmierer / Entwickler beteiligt. Die meisten davon kennen nur ihren ganz kleinen Teilbereich. Das große Ganze wird an anderer Stelle koordiniert.
Ganz lustig wird es, wenn die Software agil entwickelt wird. Dann wird nur das implementiert, wozu das Team gerade Lust und Zeit hat
Ich kann dir vollumfänglich beipflichten. Eigenes Denken des Programmierers kann sich sogar negativ auswirken, weil dieser z.B. nicht die Sicht über das Ganze hat.
Wenn der Auftraggeber selbst nicht weiss was er eigentlich bis ins letzte Detail will oder wenn sich seine Vorstellungen nur in seinem Kopf befinden, aber nicht in einem Pflichtenheft, wie soll der Programmierer wissen was alles zu tun ist?
Der Programmierer arbeiten ähnlich einer Maschine, er übersetzen die schriftlichen Vorgaben von der menschlichen Sprache in eine Programmsprache.
Lässt man ihm seinen freien Lauf werden Anwendungen nach seinem Denken geprägt, was nicht unbedingt mit dem Denken der Anwender übereinstimmt.
Ich habe einen Kochtopf der computergesteuerte anwählbare Menü vorschlägt, nach der Menge fragt, die Beilagen und Zutaten auflistet und die errechnete Kochzeit vorschlägt. Soweit so Gut.
Ist das Menü fertig und stellt man den Cursor auf «Ausschalten» und quittiert dies durch Tastendruck. Dann kommt der dämliche Text: Wollen sie wirklich Ausschalten. Die Frage muss anschliessend noch mit OK betätigt werden!
Übertragen auf Genesis, du startest den Motor, es kommt die Anzeige. «Wollen Sie wirklich den Motor starten?" Bitte mit ok Quittieren.
Selbstverständlich gibt es Situationen bei denen solche Fragen aus sicherheitstechnischen Grünen sogar zwingend notwendig sind. Doch nicht bei einem Kochtopf!