Beiträge von michael23

    Ich drücke Dir die Daumen, dass der Verkauf erfolgreich sein wird. Aber im Leasing wäre eine vorzeitige Auflösung für Dich vermutlich sehr viel teurer geworden.


    Einen Leasingvertrag hättest Du nicht so einfach nach 16 bis 20 Monaten kündigen können. Leasing ist kein Abo, welches man jederzeit beenden kann. Einen Leasingvertrag kannst Du ohne ausserordentliche Kündigung (z.B. bei einem Totalschaden) nur vorzeitig beenden, wenn 1. der Leasinggeber damit einverstanden ist und 2. wenn Du entsprechend viel Geld als Schlussrate zahlst (entgangener Gewinn und Ausgleich für den meist zu hohen Restwert -> GAP). Im Extremfall werden nicht nur die noch ausstehenden Leasingraten fällig. Einige Leasinggeber lassen sich überhaupt nicht auf ein vorzeitiges Ende ein. Häufig muss der Händler/Verkäufer das Fahrzeug nur am Ende der vereinbarten Leasingzeit zum kalkulierten Restwert zurückkaufen. Bei einem vorzeitigen Ende muss der Leasinggeber das Fahrzeug selbst vermarkten. Insbesondere bei stark subventionierten Leasingangeboten mit vom Händler garantierten aber nicht am Markt realisierbaren Restwerten kann das zu Problemen führen. Bei einem vorzeitigen Ende wird der am Markt erzielbare Preis angesetzt. Das Thema hatte ich bereits. Ich hätte für die vorzeitige Beendigung ca. 25% mehr bezahlen sollen als die noch ausstehenden Leasingraten ausgemacht hätten.

    Die Leasingraten für den GV60 waren Mitte 2022 einfach extrem schlecht. Für meinen GV60 Sport hätte ich über EUR 1.200,- pro Monat für 36 Monate bezahlen sollen und die Umweltprämie wäre zu 100% als Sonderzahlung angerechnet worden. Nach meiner Rechnung von damals waren das mehr als 70% der UVP für 36 Monate. Genesis scheint schon 2022 gewusst zu haben, wie wenig Wert die Fahrzeuge nach 2 bis 3 Jahren noch sein werden. Für die 30% der UVP (bei mir ca. EUR 20.000,-) wird man das Fahrzeug nach 36 Monaten vermutlich auch verkauft bekommen. Notfalls nutze ich ihn als zusätzliche 70kWh Batterie für die PV-Anlage :)

    So gut ich Deine Preisvorstellung auch verstehen kann, aber zu dem Preis gibt es aktuell keinen Käufer dafür. Deine Preisvorstellung liegt um mindestens € 5.000,- bis € 10.000,- über dem, was der Markt aktuell bereit wäre zu bezahlen. Die "Experten" erwarten einen weiteren Preisverfall bei Gebrauchtwagen in 2025, da das Niveau der Gebrauchtwagenpreise aktuell noch immer über dem Durchschnitt liegt. Mit jedem Monat wird dein Auto weniger Wert.


    Für WKDA und andere große Aufkäufer sind Genesis Fahrzeug nahezu unverkäuflich. Diese Firmen verkaufen die Fahrzeuge häufig ins EU Ausland (bei Genesis unmöglich, da kein Service in der EU außerhalb von DE angeboten wird). Die Preise für Exoten bei WKDA und anderen Aufkäufern sind meistens extrem schlecht oder es gibt erst gar kein Angebot. Das habe ich mit mindestens zwei Fahrzeugen bereits hinter mir. Daher mache ich in Zukunft einen großen Bogen um diese Firmen. Dort kann man beliebte Massenmodelle unter Marktpreis schnell loswerden. Mehr geht da aber nicht.


    In Deutschland zugelassene Fahrzeuge sind quasi nur in DE verkäuflich. Bereits ein Verkauf in die Schweiz (nicht EU Land) ist schwierig (Zoll, Steuer, Garantie, etc.). In allen anderen Ländern in Europa mit Rechtsverkehr ist Genesis nicht vertreten. In DE ist Genesis aber nahezu unbekannt. Die Einführung der Marke in anderen EU Ländern wird scheinbar aktuell nicht unbedingt forciert. Das Marketing in DE beschränkt sich auf Randsportarten wie z.B. Golf.

    Die 12V Batterie verträgt keine hohen Ladeströme. Empfohlen werden ca. 10% bis 15% der Nennkapazität. Abzüglich der Ladeverluste dauert das Laden dann schnell über 10h. Das ist normal. Eine bereits geschädigte 12V Batterie benötigt noch länger, da dann mehr Energie in Wärme umgewandelt wird.


    Deine Dashcam muss aber schon sehr viel Strom brauchen, damit das vom System bemerkt wird und die 12V Batterie so leer saugt. Die 12V Batterie im Genesis sollte 60Ah oder 720Wh Kapazität haben (zumindest laut Bedienungsanleitung).


    Wenn eine 12V Auto-Batterie mehrfach tief entladen wird, dann ist sie dauerhaft geschädigt. Die 12V Batterie ist vermutlich ein Fall für einen Austausch.


    Zu dem Kia: Das Fahrzeug erkennt den Ausfall der ICCU erst bei gestartetem Fahrzeug. Solange die 12V Batterie noch genügend Strom-/Spannung liefert, kann man das Fahrzeug auch bewegen. Das Fahrzeug benötigt nicht so viel Strom aus der 12V Batterie, dass das Boardnetz sofort zusammenbricht. Erst wenn aus keiner der beiden Quellen (ICCU und 12V Batterie) mehr genügend Strom geliefert wird, kommt es zum Stillstand. Das habe ich bereits in allen Varianten testen dürfen. Das Fehlerbild aus dem Bericht ist typisch für einen ICCU Ausfall. Erst die Fehlermeldung und wenn die 12V Batterie leer ist dann Stillstand.

    Bei einem ICCU Ausfall erscheint normalerweise einige Zeit vor der Abschaltung eine Warnung im Display. Das Fahrzeug läuft dann ohne ICCU Unterstützung noch mehrere Minuten über die 12V Batterie. Die Dauer ist abhängig vom aktuellen Verbrauch. Wenn die Warnung missachtet wurde, dann wäre das zumindest fahrlässig.


    Meine Meinung: Entweder wurde die Warnung missachtet oder es ist ein anderer Defekt (Kurzschluss?) aufgetreten.


    Zumindest in Deutschland wäre die Schuldfrage aber ziemlich eindeutig: Der Fahrer, der auf ein stehendes Hindernis auffährt, hat Schuld. Es darf auf Land-/Bundesstrassen nicht schneller gefahren werden, als es die Sichtweite erlaubt. Da könnten auch andere Gegenstände oder Tiere auf der Fahrbahn stehen/liegen. Der Kia EV6 hat meines Wissens sogar recht grosse passive Rückstrahler, die man bei im Scheinwerferlicht sehen kann.

    @frechdachsdd1: Hat sich der Schaden irgendwie schon etwas länger vorher angekündigt oder kam es ganz plötzlich?


    Mein GV60 Sport aus 2022 macht seit ein paar Wochen seltsame Geräusche, die aus dem Bereich der Hinterachse kommen könnten. Wenn ich langsam fahre (<30km/h) und dann vorsichtig beschleunige, dann höre ich ein leises "Klong" aus dem hinteren Bereich. Subjektiv würde ich sage, ich fühle das auch. Angefangen hat es beim Abbiegen / langsamer Kurvenfahrt.


    Ein Ora Funky Cat hatte ich auch schon mal als Leihwagen für meinen GV60. Den würde ich kein zweites Mal nehmen (unabhängig von der Fahrzeuggröße und der Reichweite). Das ist eine ganz andere Fahrzeugklasse und die Bedienung empfand ich als schlecht.

    Zumindest laut der Pressemeldung ist es es das alte Entertainment System (ccIC). Nur der Bildschirm und die Software wären neu. Mich hat der geteilte Bildschirm bisher auch nicht gestört.


    In der Pressemeldung wird eine höhere Akku-Kapazität nicht mal erwähnt. 84kWh Akku und 265kW Ladeleistung sind aktuell eher eine Vermutung, da die Schwestermodelle das erhalten haben. 10% mehr Reichweite wären für die meisten interessanter als die restlichen Informationen der Pressemeldung.


    Die Pressemeldung ist insgesamt sehr dürftig, eben recht typisch für Genesis. Viele Marketingsprüche aber Daten und Fakten folgen erst später. Laut Pressemeldung wird der GV60 in Zukunft mit 21" Felgen ausgeliefert. Mir sind die 20" beim GV60 Sport schon zu groß.


    Die E-GMP Plattform Bedarf einer generellen Erneuerung. Sie ist bereits in die Jahre gekommen. Das jetzt Gebotene würde mich nicht zu einem Neukauf bewegen. Es bleibt zu hoffen, dass das leidige ICCU Thema endlich beseitigt wurde. Aber nach den ersten Berichten von IONIQ 5 N Besitzern in den amerikanischen IONIQ Foren, scheint das eher nicht der Fall zu sein.

    Das Problem sehe ich weniger bei dem exotischen Fahrzeug, sondern bei der Service Organisation die nicht den Willen oder die Möglichkeiten hat einen vernünftigen Service sicherzustellen. Es gibt genügend Exoten auf Deutschen Straßen, wo der Service durchaus funktioniert. Zugegeben, die meisten Exoten sind deutlich teurer. Wenn Ersatzteile knapp sind, dann muss man diese notfalls auch mal per Luftfracht transportieren anstelle den Kunden 8 Wochen auf die Ankunft eines Schiffs warten zu lassen. Das kann auch nicht wirklich teurer sein, als den Ersatzwagen für die Zeit zu bezahlen. Per Luftfracht dauert der Transport keine drei Tage.


    Es scheint auch keinen Erfahrungsaustausch zwischen den Werkstätten bzw. GTAs zu geben oder es steckt ein Prinzip im Verzögern/Abwiegeln dahinter. Fehler die bereits mehrfach bei anderen Fahrzeugen aufgetreten sind, werden grundsätzlich als neu und noch nie vorgekommen deklariert. Die Mitarbeiter der Werkstätten haben auch recht wenig Erfahrungen mit den Genesis Fahrzeugen. Bei jedem Problem musste bei meinem GV60 in der Zentrale nachgefragt werden, was zu tun ist.


    Genesis hat beim Service viel versprochen und eigentlich kaum etwas davon eingehalten. Bei einigen wenigen Kunden funktioniert es, aber die Mehrzahl berichtet eher von Problemen. In UK haben sie das zumindest eingesehen und den Service an ein eingespieltes Service Netz von Hyundai übergeben. Genesis hat sich vermutlich auch extrem verschätzt, was den Service Aufwand angeht. Die zahlreichen Rückrufe kann das dünne Servicenetz in DE kaum bewältigen. Wenn in vielen Regionen die nächste Werkstatt 200 oder mehr Kilometer entfernt ist, dann ist auch der Hol-/Bringservice schnell an der Kapazitätsgrenze.


    Die Bestellung und Lieferung einer neuen Felge an die Werkstatt hat bei mir etwas mehr als zwei Wochen gedauert. Mit einer zurechtgeschmiedeten Felge würde ich nicht fahren wollen. Die könnte jederzeit brechen. Aber wenn man keine Alternative hat, dann muss man es wohl oder übel tun.

    Wenn Dein Tesla LFP (LiFePO4) Akkus hat, dann macht das Sinn. Tesla macht aber auch vieles anders, als andere Hersteller. Das muss nicht immer sinnvoll oder richtig sein :)


    Die notwendige Akku-Heizung/-Kühlung beim Laden ist von der Akku Technologie abhängig. LiFePO4-Akkus dürfen unter 17°C und über 40°C nur mit vermindertem Strom geladen werden, um Lithium-Plating zu verhindern. Unter +3° und über 65°C dürfen LiFePO4-Akkus überhaupt nicht mehr geladen werden, bzw. bestenfalls nur noch mit sehr geringem Strom.


    Einen kalten Tesla LFP Akku bei -10°C Außentemperatur zu laden, kann zu einer Geduldsprobe werden. Das kann selbst am Supercharger viele Stunden dauern, da die Akkus erst in ein vorgegebenes Temperaturfenster gebracht werden müssen (langsam, wegen begrenzter Heizleistung). In den ersten Stunden wird nur der Akku temperiert.


    LiFePO4 sind als Energiespeicher für PV-Anlagen gut geeignet, wenn die Akkus wohl temperiert im Keller stehen. Im Aussenbereich sind sie als PV-Speicher kritisch und erfordern ein aktives Temperaturmanagement. Auch im Auto sind diese Sensibelchen nur mit entsprechendem aktiven Temperaturmanagement sinnvoll nutzbar -> benötigt Strom.