Beiträge von michael23

    Bei den aktuellen Aussen-Temperaturen glaube ich nicht, dass die Akkuheizung zum Einsatz kommt. Sofern das Fahrzeug nicht tagelang bei -10°C rumstand, wird der Akku noch warm genug sein. Die Akku Heizung benötigt auch deutlich mehr Strom.


    22kWh am Zähler bedeuten nicht, dass 22kWh im Akku ankommen.


    Es gibt eine Reihe von Verlusten auf dem Weg vom Zähler bis in den Akku:

    • Kabel - je nach Länge und Leitungsquerschnitt können das einige Prozent sein (auch das Kabel von der Wallbox zum Auto muss dabei berücksichtigt werden). Jeweils 5m Kupferkabel mit 2,5mm^2 ergeben einen Verlust von ca. 1%.
    • AC/DC Wandlung - Die Wandlung erfolgt nicht verlustfrei
    • Akku - Beim Speichern der Energie im Akku wird ein Teil in Wärme umgewandelt (auch jedes Smartphone erwärmt sich beim Laden). Je kälter der Akku, desto höher ist dessen Widerstand und damit auch die Verluste
    • Steuergeräte - sind zum Teil aktiv und benötigen Strom
    • 12V Akku - Wird beim AC Laden ebenfalls geladen, sofern erforderlich
    • ...

    >10% Verlust beim AC Laden zu Hause an der Wallbox sind nicht ungewöhnlich.


    Es ist hilfreich ein paar Dinge vorab zu beachten, um die Verluste um ein paar Prozent zu reduzieren:

    • Beim Anschluß der Wallbox ans Stromnetz auf einen möglichst großen Leitungsquerschnitt achten. Das reduziert die Leitungsverluste. Der Aufpreis von 2,5mm^2 zu 6mmm^2 hält sich mit ein paar Euro pro Meter in Grenzen. Elektro-Fachkräfte rechnen meistens mit dem absoluten Minimum.
    • Häufig werden bei 11kW Ladekabeln bzw. Wallboxen mit feste verbautem Kabel nur Leiter mit 2,5mm^2 Querschnitt oder sogar Aluminiumkabel verwendet. 22kW Kabel/Wallboxen verwenden einen größeren Querschnitt für das Kabel (mindestens 4mm^2)
    • Möglichst kurzes Kabel zwischen Wallbox und Fahrzeug verwenden.

    Zumindest in DE gibt es keinen expliziten Schnellladepreis. Es gibt einen Preis für das Laden mit AC und einen für DC (zumindest bei den meisten Anbietern). Egal wieviel kW aktuell durch die Leitung fliessen, der Preis ändert sich während des Ladevorgangs nicht. Auch Fahrzeuge, die nur mit max. 20kW laden können, zahlen an DC Ladesäulen den vollen Preis -> eigentlich sollten die mehr bezahlen als Strafe für das Blockieren der Säule.


    Bei Ladetarifen, die nach der Ladezeit abgerecht werden, ist der Betreiber nicht wirklich daran interessiert möglichst viel Energie in kurzer Zeit zur Verfügung zu stellen. Diese Tarife haben etwas von Glücksspiel. Diese Tarife waren für die Anbieter anfangs interessant, da der Preis günstig aussah. Seitdem Fahrzeuge mit Ladeleistungen von 150 bis über 250 kW häufiger werden, sind diese Tarife aber für die Anbieter weniger attraktiv.


    Die Ladepreise sind im Vergleich zum Verbrenner eigentlich zu hoch. Aber die Infrastruktur- und Laufenden-Kosten (Ladesäule, Wartung, Leitungen, Miete, Payment Solution, etc.) müssen erwirtschaftet werden. Die Betreiber sind nicht daran interessiert das E-Auto zu subventionieren. Beim Laden zu Hause zahlt man die meisten Infrastrukturkosten vorab (Hausanschluss, Wallbox, etc.) und die laufenden Kosten (Wartung) sind eher zu vernachlässigen.


    Für AC Ladesäulen sind die Anschaffungskosten und die Kosten für den Netzausbau in der Regel deutlich niedriger (1/10) und damit auch der Anteil pro kWh. AC Ladesäulen stehen häufig an öffentlichem Parkplätzen z.B. am Strassenrand. Die Miete dafür ist gering oder 0. AC Ladeparks mit vielen AC Säulen sind eher selten. Bei AC Ladung entstehen die Wandlungsverluste von AC nach DC nach dem Energiezähler der Ladesäule, da die Wandlung erst im Fahrzeug erfolgt. Das sind nur ein paar Prozent, aber am Ende zählt für den Betreiber jeder Cent.


    DC Ladesäulen sind in der Anschaffung und Wartung deutlich teurer und es sind fast immer entsprechende Zuleitungen im Mittelspannungsnetz inkl. Transformatoren neu zu errichten. Da entstehen selbst für nur 4 x 300kW DC Ladesäulen schnell Kosten im 7-stelligen Bereich. Die Kosten werden teilweise durchaus großzügig auf die Kunden pro geladener kWh umgelegt. Der Ladesäulenbetreiber trägt die Wandlungsverluste von AC nach DC, da nur die am Stecker abgegebene Leistung berechnet werden darf. DC Ladeparks benötigen recht viel Fläche und die Kosten für die Miete/Pacht erhöht den Preis pro kWh ebenfalls. Nur wenige Geschäfte überlassen die Flächen den Betreibern kostenlos oder sehr günstig, da sie sich dadurch eine höheren Umsatz erhoffen.

    Auch bei digitalen Service Nachweisen habe ich bisher bei allen Fahrzeugen zumindest einen Ausdruck für meine Unterlagen bei der Rückgabe erhalten. Zusätzlich gab es bei Abgabe eine Kopie des Auftrags und eine Rechnung als Nachweis. Bei Genesis ist das leider alles Fehlanzeige. Beim Weiterverkauf wird das interessant. Sollte der digitale Nachweis bei Genesis auf wundersame Weise verloren gehen, gibt es auch Probleme mit der Garantie.

    Automatische DAB Senderwechsel habe ich von Anfang an. Mal treten diese häufiger auf und mal seltener. Bei einem Ersatzfahrzeug war die neue Software vom August 2024 installiert und dort trat das Problem deutlich häufiger auf. Insbesondere beim Start wenn das Fahrzeug mit schlechterem Empfang unter dem Car Port stand. Bisher habe ich noch immer die Software von Ende 2023 installiert.


    Ich habe auch regelmäßig eine geringere Lautstärke beim Start, wenn ich das Fahrzeug bei der letzten Fahrt rückwärts unter dem Car Port abgestellt habe. Er scheint sich die Lautstärkeabsenkung nach der Rückwärtsfahrt zu merken und nicht zu löschen. Ein-/Ausschalten des Entertainmentsystems über den Schalter in der Mittelkonsole behebt das bei mir.


    Genesis ist seit zwei Jahren nicht in der Lage die Probleme zu lösen. Es kommt als Antwort nur "wir können das Problem nicht reproduzieren / nachvollziehen".

    Dann ist es zumindest laut Handbuch beim eGV70 anders als beim GV60. Dort steht im Handbuch für MY24 auf Seite 1-7 (1-6 bei MY23 und MY22):


    Batterieinformationen

    • Das Fahrzeug enthält eine

    Hochvolt-Batterie zum Antrieb des

    Fahrmotors und der Klimaanlage

    und eine Hilfsbatterie (12 V) für die

    Scheinwerfer, Scheibenwischer und

    die Audioanlage.

    • Die Hilfsbatterie wird automatisch

    aufgeladen, wenn das Fahrzeug

    fahrbereit ist (READY) oder die

    Hochvolt-Batterie aufgeladen wird.

    Ein modernes Auto fährt nach einer gewissen Zeit alle Steuergeräten runter. Der Genesis geht z.B. nach 7 Tagen komplett Offline. Der Verbrauch ist dann zu vernachlässigen und eine intakte und geladene 12V Batterie übersteht damit problemlos mehrere Monate (fast 8 Wochen habe ich es in 2023 getestet). Die Selbstentladung wird dann eher zu einem Problem. Wer das Fahrzeug längere Zeit nicht bewegen will, der sollte die 12V Batterie abklemmen, ggf. ausbauen und an einem temperierten Ort lagern. Alternativ kann man auch ein Erhaltungsladergerät anschliessen. Das machen fast alle Oldtimer-Besitzer im Winter so.


    Das Prüfen der 12V Batterie und anschließendes Nachladen aus dem HV-Akku während Inaktivität haben einige Hersteller probiert. Es haben aber meines Wissens alle Hersteller wieder aufgegeben. Wenn die 12V Batterie regelmäßig aus dem HV-Akku nachgeladen wird, dann ist irgendwann der HV-Akku zu leer. Eine 12V/50Ah Batterie hat ca. 0,6kWh Kapazität. Sie kann aber nur langsam geladen werden (min 0,1C - max. 0,5C). Für die Zeit des Ladens sind die Steuergeräte teilweise aktiv. Auch für das regelmäßige überprüfen der 12V-Batterie müssen Steuergeräte gestartet werden. Die Steuergeräte verbrauchen aber recht viel Strom. Die regelmäßige Prüfung entlädt die 12V Batterie daher unnötigerweise. Eine fast leere 12V Batterie aus dem HV-Akku zu laden, dürfte fast 2% SoC kosten. Ich persönlich finde eine leere 12V Batterie angenehmer als einen leeren HV-Akku . Insbesondere wenn das Fahrzeug irgendwo steht, wo der HV-Akku nicht geladen werden kann. Bei einer leeren 12V Batterie hilft ein günstiges Power Pack und man kann starten.

    Die 12V Batterie wird nur im Ready Mode und beim Laden der HV-Batterie geladen.


    Nach mehreren Tiefentladungen ist die 12V Batterie meistens dauerhaft geschädigt. Da reicht dann eine kurze Belastung, bis die Batterie leer ist. Beim einem BEV fällt eine schwächer werdende 12V Batterie sehr viel später auf als bei einem Verbrenner, da der Strombedarf beim Starten sehr viel niedriger ist.


    Ein zu schwache 12V Batterie kann auch für Probleme beim Laden verantwortlich sein.

    Beim Tausch des Displays sollte der Kilometerstand übernommen werden (von wo auch immer). Wenn nicht, dann ist beim Tausch vermutlich etwas schief gelaufen.


    Der Gesamtkilometerstand müsste in einem der internen Steuergeräte gespeichert sein. Warum Genesis den Stand im Display speichern sollte erschließt sich mir nicht. Eventuell wurde deutlich mehr getauscht.


    Wenn nur ein Display getauscht wurde, dann darauf achten, dass beide Displays die Farben identisch anzeigen. Ich hatte vor ein paar Monaten einen Ersatzwagen, da waren die Displays unterschiedlich. Eins war eher etwas gelblich und das Andere eher bläulich. Das hat man aber nicht in allen Ansichten sofort gesehen, aber es war irgendwie störend.

    Die Assistance übernimmt im ersten Schritt für 5 Tage die Kosten für den Leihwagen. Wenn die Werkstatt die Reparatur in der Zeit nicht schafft, muss die Werkstatt über die Assistance und die wiederum über den ADAC, die Kostenübernahme all 5 Tage verlängern lassen. Das hat bei mir bisher bei >10 Verlängerung nie auf Anhieb funktioniert. Teilweise waren die fast 30 Tage im Rückstand.